Rucksack: Durch die Uckermark
Das dumpfe Rufen von Rohrdommel und Rotbauchunke, hervorbrechendes Grün, Kranich, Adler und Milan locken die MDR-Rucksack-Wanderer Heike Opitz und Rob-by Mörre nach Brandenburg. Der Beginn ihrer ersten Strecke durch das Biosphären-reservat Schorfheide-Chorin ist die Blumberger Mühle bei Angermünde. Den Lenné-Park von Görlsdorf nehmen sie genauso unter die Füße wie die Umgebung von Peetzig und Poratz, wie Neu Temmen und Friedenfelde. 27 km vorbei an einstigen Krebs-Seen und heutigen Kranich-Brutplätzen, unterwegs auf historischen Pflaster-straßen und unter Mistel-prallen Baumwipfeln. Und was es mit so manchem Kräuter-lein am Wege auf sich hat, dazu plaudern sie mit Siegrid Mautschke, einer Ucker-märkischen Kräuter-Fachfrau. Das Land der 300 Seen - so schwärmen die Ucker-märker von ihrer Heimat. Und der Naturpark Uckermärkische Seen entspricht genau dieser Vorstellung: Knapp 900 Quadratkilometer mit Söllen, Mooren und tierischen Exoten. Eine sanfthügelige Landschaft, die zum Wandern einlädt: zu Fuß, auf dem Wasser und auf der Schiene. Und so steigen die Beiden von Templin aus erstmal ins Boot – bis zur Schleuse Kannenburg. Dann geht’s zu Fuß weiter: 16 km durch das Naturschutzgebiet Kleine Schorfheide und durch das Biberreich des Ragöser Ba-ches. Die Wanderer erkunden das einstige Glasmacherdorf Annenwalde und die Fachwerkkirche von Alt Placht, das „Kirchlein im Grünen“. Am Ende führen sie die Schienenwege mit der Fahrraddraisine nach Lychen.